Deutsche Bank "sehr beunruhigt" über Situation in Hongkong

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Deutsche Bank "sehr beunruhigt" über Situation in Hongkong

06.09.2019 - 00:00 Uhr

Deutsche Bank sehr beunruhigt über Situation in Hongkong Deutsche Bank "sehr beunruhigt" über Situation in Hongkong Wirtschaft
über dts Nachrichtenagentur

Anlässlich der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach China hat sich die Deutsche Bank besorgt über die Lage in Hongkong geäußert. "Die Situation in Hongkong beunruhigt uns sehr. Wir appellieren an alle Beteiligten in China und Hongkong, eine Eskalation zu verhindern und friedlich zu Lösungen zu kommen", teilte ein Konzernsprecher der "Bild-Zeitung" (Freitagausgabe) mit.

Zuvor hatte der Anführer der Proteste in Hongkong, Joshua Wong, die prominenten, mit Merkel reisenden deutschen Wirtschaftsvertreter aufgefordert, sich einzumischen: "Deutsche CEOs dürfen nicht schweigen, wenn es um die Freiheitsrechte geht", sagte Wong der Zeitung. Nur in Freiheit könnten Unternehmen wachsen und sicher investieren. "Ich hoffe, dass sowohl der VW-Chef als auch der Siemens-Chef sowie die weiteren Vertreter in ihren Gesprächen den chinesischen Vertretern klarmachen, dass sie zu Demokratie und Freiheit stehen", so der Hongkonger Protestanführer weiter. Auch Volkswagen äußerte sich kritisch zu der Situation in Hongkong: Die "deutsche Business-Community" sei auch ein "integraler Bestandteil der Hongkonger Wirtschaft", sagte ein VW-Sprecher der "Bild-Zeitung" auf Nachfrage. Man beobachte daher die Situation in der Stadt und hoffe, "dass alle Parteien gemeinsam an einer Lösung arbeiten", so der VW-Sprecher weiter. Ähnlich äußerte sich der Chemiekonzern BASF: Hongkong sei "eine internationale Stadt", die ein wichtiger Standort für Unternehmen aus aller Welt sei. "Dabei spielen Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit eine wichtige Rolle", teilte BASF mit. Auch China selbst habe ein großes Interesse daran, "dass der Wirtschaftsstandort und Finanzplatz Hongkong als Tor zum Westen weiter funktioniert." Deshalb fordert BASF: "Europa sollte sich für eine friedliche Lösung einsetzen", so der Chemiekonzern weiter.

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