DDR-Bürgerrechtler Richter will mehr Verständnis für Wutbürger

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DDR-Bürgerrechtler Richter will mehr Verständnis für Wutbürger

20.09.2017 - 16:12 Uhr

DDR-Bürgerrechtler Richter will mehr Verständnis für Wutbürger DDR-Bürgerrechtler Richter will mehr Verständnis für Wutbürger Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der frühere Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, fordert mehr Verständnis für Wutbürger. Vor wenigen Jahren habe man noch darüber geklagt, "dass die Gesellschaft gerade im Osten apolitisch und lethargisch sei", sagte Richter der "Zeit". "Nun erleben wir eine starke Politisierung. Die zeigt sich nicht formvollendet und korrekt wie im Proseminar Politikwissenschaft, sondern vulgär, auf der Straße, inklusive aller denkbaren Emotionen. Aber warum sollte das nicht erlaubt sein?" Es sei notwendig, sich mit den Positionen der AfD auseinanderzusetzen, so Richter, der vor einigen Wochen aus der CDU ausgetreten war, weil er ihr eine fehlende Debattenkultur vorwirft.

"Ich glaube nicht, dass plötzlich alles gut wäre, wenn wir ab morgen keine Populisten mehr hätten: Sie zeigen auf die Lücken, die andere Parteien lassen." Er sei selber "ein Wutbürger" gewesen, bekannte der Bürgerrechtler - in der DDR. Am Anfang der Wut stünden Ohnmacht und das Gefühl, die Welt nicht mehr mitgestalten zu können. "Das ist ein Gefühl, das sich nicht einfach wegdiskutieren lässt, dem muss man nachgehen", so Richter. Auf diese Weise könne man verhindern, dass zerstörerischer Hass entstehe.

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Kommentare zu "DDR-Bürgerrechtler Richter will mehr Verständnis für Wutbürger"

Insgesamt 5 Kommentare vorhanden


Kommentar von GoldSaver
21.09.2017 01:49 Uhr

Ein wenig Recht mag er ja vielleicht haben, aber es ist trotzdem immer noch die Frage, wie man sichals Wutbürger äußert, das sollte friedlich und möglichst nicht vulgär sein.

Kommentar von moses1972
20.09.2017 23:36 Uhr

Ein gewisses Verständnis habe auch ich, keine Frage. Aber vieles was aus der Ecke kommt das geht garnicht. Wer nur noch rumpöbelt und eier schmeißt disqualifiziert sich selbst.

Kommentar von skazchan
20.09.2017 18:42 Uhr

Allein der Begriff Wutbürker hört sich für mich lächerlich an. So werden also Menschen betitelt die unsere Politik kritisieren? In der alles drunter und drüber läuft und noch immer nichts in Sachen Frieden auf der Welt gerissen hat. Ist für mich eben völlig normal, Misstände zu kritisieren, das hat nichts mit Wutbürger zu tun

Kommentar von luisgallus1
20.09.2017 18:11 Uhr

Endlich einer , der sagt , was Sache ist. Wenn man denkt, man könnte sie ausgrenzen, das klappt nicht. Man erreicht das Gegenteil. Die AfD ist eine Partei mit vielen Intellektuellen, das sollte man nicht vergessen.

Kommentar von Freddie32
20.09.2017 16:39 Uhr

Absolut,alles hat auch seine Gründe und diese Menschen fühlen sich allein gelassen,sind enttäuscht und vieles mehr und sie verleien ihre entäuschung Luft und diese sollte man ernst nehmen.