Bundesregierung: Dimension des Fipronil-Skandals bleibt unklar

Politik Nahrungsmittel


Bundesregierung: Dimension des Fipronil-Skandals bleibt unklar

31.08.2017 - 07:24 Uhr

Bundesregierung: Dimension des Fipronil-Skandals bleibt unklar Bundesregierung: Dimension des Fipronil-Skandals bleibt unklar Politik
über dts Nachrichtenagentur

Die Dimension des Fipronil-Skandals in Deutschland wird sich nach Auffassung der Bundesregierung nicht beziffern lassen. Darauf hat das Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt in einem Schreiben an die Grünen-Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch hingewiesen, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) schreibt: "Inzwischen herrscht auf Fachebene zwischen Bund und allen Ländern weitgehend Einigkeit darüber, dass man zum jetzigen Zeitpunkt über die Zahlen von betroffenen Eiern keine verlässliche Auskunft geben kann."

Flachsbarth begründet das mit den schnellen und komplexen Warenströmen in der Eier-Wirtschaft. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt bezeichnete das als "starkes Stück". Die Grünen-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl sagte der Zeitung: "Die Menschen erwarten inmitten eines Lebensmittelskandals völlig zu Recht schnelle Aufklärung und umfassende Information." Lebensmittelüberwachung und Krisenmanagement müssten dringend verbessert werden. "Wir brauchen eine klare Zuständigkeit des Bundes, sobald es sich um eine länderübergreifende Lebensmittelkrise handelt", sagte Göring-Eckardt. Die Zahl der nach Deutschland gelieferten Fipronil-Eier hatte vor allem zwischen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und seinem niedersächsischen Amtskollegen Christian Meyer (Grüne) für Streit gesorgt. Schmidts Ministerium hatte Anfang August zunächst von 10,7 Millionen möglicherweise belasteten Eiern gesprochen. Wenige Tage später nannte Meyer die Zahl von 35 Millionen Eiern unter Berufung auf Daten aus dem Europäischen Schnellwarnsystem. Das Bundesministerium betonte in seiner jetzigen Antwort an die Grünen, dass solche Zahlen "nicht verlässlich belegt werden" könnten.

Facebook Twitter Google+ Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren

Jetzt kostenlos registrieren !

Verpassen Sie keine aktuellen Neuigkeiten mehr und registrieren Sie sich kostenlos zu unseren Diensten.


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Bundesregierung: Dimension des Fipronil-Skandals bleibt unklar"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von moses1972
31.08.2017 10:36 Uhr

Es ist schon sehr traurig das die Bundesregierung immer nocht nicht das ganze Ausmaß des Eier Skandals kennt. Ich glaube da werden wir Bürger mal wieder verarscht.

Kommentar von Freddie32
31.08.2017 07:29 Uhr

Jedoch zeigt dieser skandal mit welchen dingen gearbeitet wird und ich halte alleine bei den eiern es schon für wirklich unglaublich.
ich denke bei vielen Lebensmitteln ist dies der fall und da muss sich zukünftig viel ändern.