Bund Deutscher Kriminalbeamter: G20-Sicherheitsstrategie ist gescheitert

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Bund Deutscher Kriminalbeamter: G20-Sicherheitsstrategie ist gescheitert

10.07.2017 - 12:11 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Nach den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) scharfe Kritik an der Sicherheitsstrategie der Hansestadt und an Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz geübt. André Schulz, BDK-Bundesvorsitzender, sagte gegenüber "Bild": "Wir haben davor gewarnt und abgeraten, den G20 in Hamburg durchzuführen. Das Argument, dass wir uns nicht von Chaoten vorschreiben lassen dürfen, wo wir so einen Gipfel abhalten werden, ist nicht tragbar, lebensgefährlich und schlicht dumm."

Schulz hält die Entscheidung, den Gipfel nach Hamburg zu legen, für einen massiven Fehler: "Olaf Scholz hätte Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang 2016 deutlich sagen müssen, dass das Risiko aufgrund der Rahmenbedingungen in Hamburg zu groß ist und man nicht für die Sicherheit der Stadt und für Leib und Leben der eingesetzten Sicherheitskräfte, Demo-Teilnehmer und Unbeteiligter garantieren kann. Hat er aber nicht." Das Sicherheitskonzept des Gipfels sieht Schulz als gescheitert an. "Wir haben uns schlicht und ergreifend ein Stück weit lächerlich gemacht. Zur Aufarbeitung der Vorfälle und zur Selbstkritik gehört aber natürlich auch die Feststellung, dass das Sicherheitskonzept für den Gipfel schlichtweg nicht aufgegangen ist. Aber hierüber wird noch zu reden sein." Auch mit mehr Polizei wäre das Sicherheitskonzept laut dem BDK-Chef nicht aufgegangen. Schulz sagte "Bild": "Wir waren mit über 20.000 Polizistinnen und Polizisten nicht in der Lage, die Stadt vor 1.500 linken Kriminellen zu schützen. Was wäre eigentlich passiert, wenn tatsächlich die prognostizierten 8.000 linken Gewalttäter nach Hamburg gekommen wären und es an verschiedenen Orten der Stadt gleichzeitig zu Ausschreitungen gekommen wäre? Man mag es sich nicht ausmalen."

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Kommentare zu "Bund Deutscher Kriminalbeamter: G20-Sicherheitsstrategie ist gescheitert"

Insgesamt 3 Kommentare vorhanden


Kommentar von moonraker2005
11.07.2017 23:03 Uhr

Jaja Scholz hätte der Kanzlerin ihren Wunsch den Gipfel in Hamburg stattfinden zu lassen ausschlagen müssen. Und was wäre dann? Die UNION hätte die SPD und Scholz doch in der Luft zerrissen. Die Kanzlerin hätte erst garnicht auf die Iddee mit Hamburg bestehen dürfen. Also wenn es einen schuldigen gibt, dann die Kanzlerin.

Kommentar von moonraker2005
11.07.2017 11:51 Uhr

Herr Scholz hat der Kanzlerin ja gesagt als sie den Gipfel in Hamburg wollte. Hätte er nein gesagt hätte die UNION in wahrscheinlich in der Luft zerrissen.

Kommentar von GoldSaver
11.07.2017 08:49 Uhr

Frau Merkel wollte den Gipfel in Hamburg abhalten, und jetzt ist der Bürgermeister Schuld an den Ausschreitungen, weil der die Kanzlering nicht abgehalten hat?!