Bulgarien sähe Euro durch eigenen Beitritt stabilisiert

Politik Bulgarien


Bulgarien sähe Euro durch eigenen Beitritt stabilisiert

12.03.2018 - 00:09 Uhr

Bulgarien sähe Euro durch eigenen Beitritt stabilisiert Bulgarien sähe Euro durch eigenen Beitritt stabilisiert Politik
über dts Nachrichtenagentur

Bulgariens Finanzminister Vladimir Goranov bekräftigt den Willen seines Landes, der Eurozone beizutreten. "Wir erfüllen alle Kriterien", sagte er der "Welt". "Unsere Verschuldung beträgt gerade mal 25 Prozent der Wirtschaftsleistung, das ist weit weniger als in vielen Euro-Staaten, unser Haushalt ist ausgeglichen, die Inflation im Griff."

Goranov wies Befürchtungen zurück, mit Bulgarien könne ein weiteres finanzpolitisch wankelmütiges Land der Währungsgemeinschaft beitreten. Er sei vielmehr voll auf der Linie der deutschen finanzpolitischen Vorstellungen. "Wer sich an die Regeln der Eurozone hält, wer die Stabilitätskriterien erfüllt, muss Bulgariens Beitritt nicht fürchten", sagte er. "Durch uns würde der Euro noch stabiler." Griechenland sei zwar Bulgariens Nachbar, man unterscheide sich aber erheblich. Sein Land betreibe seit zwei Jahrzehnten eine stabile Finanzpolitik. "Fürchten müssen unseren Beitritt daher allenfalls jene, die sich nicht an die Regeln halten, die nicht ein solches Niveau an konservativer und vorsichtiger Finanzpolitik haben wie wir." Goranov mahnte die EU-Partner den politischen Hintergrund nicht zu vergessen. Er verglich Bulgarien dabei mit den baltischen Ländern. Ein wichtiges Argument für deren Euro-Beitritt sei gewesen, dass so der russische Einfluss zurückgedrängt werden könne. Solange Bulgarien nicht den Euro habe, nehme es innerhalb der EU nur eine Randstellung ein. "Wir wollen uns aber weiter in die EU integrieren, auch um klar zu machen, dass wir ein integraler Bestandteil davon sind." Bulgarien warte derzeit auf den nächsten Bericht der Europäischen Zentralbank, die regelmäßig prüft, ob die Kriterien für einen Euro-Beitritt erfüllt sind. Falle dieser positiv aus, wolle man den Antrag stellen, so Goranov. "Ich schätze, dass wir nach dem orthodoxen Osterfest Mitte April Genaueres wissen", sagte Goranov.

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Kommentare zu "Bulgarien sähe Euro durch eigenen Beitritt stabilisiert"

Insgesamt 3 Kommentare vorhanden


Kommentar von Spongebob
12.03.2018 11:21 Uhr

Ich finde Garanovs Befürchtungen und Einwände völlig gerechtfertigt. Wir wissen alle, dass Bulgarien zu den ärmeren Ländern gehört und somit würde - wie bereits von Garanov geäußert ein ,,finanzpolitisch wankelmütiges" der Union und Währungsgemeinschaft beitreten.

Kommentar von Holly003120
12.03.2018 08:27 Uhr

Das fehlt noch...
Bulgarien ist am Euro gekoppelt.
Der Kurs liegt seit Jahren bei 1,95 :1.
Aus dem Grunde muss ein ganzes Volk arm gehalten werden , um diesen Kurs stabil zu garantieren.

Kommentar von Eckhard
12.03.2018 07:52 Uhr

Also wenn die Finanzlage in Bulgarien stabil ist sehe ich keinen Grund warum Bulgarien nicht der Euro Gemeinschaft beitreten darf und sollte. Was soll der Grund sein?