Bericht: Regierung wusste schon lange von Mängeln in Wahlsoftware

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Bericht: Regierung wusste schon lange von Mängeln in Wahlsoftware

15.09.2017 - 16:09 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Die Verantwortlichen für die Bundestagswahl wussten offenbar schon seit vielen Monaten, dass die vorläufigen Wahlergebnisse manipuliert werden könnten, weil eine für die Abwicklung der Wahl wichtige Software unsicher ist. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf Fragen des Linkspartei-Abgeordneten Jan Korte hervor, über die "Zeit Online" berichtet. Doch obwohl die Behörden die Mängel des Programms kannten, sei kaum etwas unternommen worden, um das Problem zu lösen.

Anfang September war bekannt geworden, dass die Software PC-Wahl gehackt werden kann. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesinnenministerium gingen dem Bericht zufolge jedoch bereits spätestens ab März davon aus, dass die Software Mängel hat. Sie empfahlen dem Hersteller demnach "den Einsatz kryptografischer Schutzmaßnahmen". So sollten "ungewollte Veränderungen an der Software oder an den Wahldaten" schnell erkannt werden können, wie es laut "Zeit Online" in der parlamentarischen Antwort heißt. Der Hersteller nahm daraufhin auch Änderungen an der Software vor. Sie seien jedoch nicht geeignet gewesen, das Programm und damit die Wahldaten sicherer zu machen. heißt es in dem Bericht weiter. Trotzdem habe es keine weiteren Interventionen des BSI, des Innenministeriums oder des Bundeswahlleiters gegeben. Erst nach dem Bekanntwerden des Hacks sei der Hersteller aufgefordert worden, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Nach Einschätzung des Informatikers Martin Tschirsich, der die Softwarelücken gefunden hatte, ist das Programm aber auch jetzt noch unsicher. "Selbst zwei Wochen vor der Wahl sind noch keine Ergebnisse aus dieser angeblich so intensiven Zusammenarbeit erwachsen", sagte Tschirsich. Angesichts solcher Bemühungen findet es der Linkspartei-Abgeordnete Korte "unverantwortlich", dass der Quellcode der Wahlsoftware nie überprüft wurde. "Entweder sind die für die IT-Sicherheit zuständigen Behörden nicht in der Lage, selbst Sicherheitsmängel aufzudecken, oder es fehlt, trotz anders lautender Bekundungen, am nötigen Know-how und Problembewusstsein in diesen Institutionen."

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Kommentare zu "Bericht: Regierung wusste schon lange von Mängeln in Wahlsoftware"

Insgesamt 3 Kommentare vorhanden


Kommentar von Holly003120
15.09.2017 21:07 Uhr

Die Regierung weiss immer alles.
Nur wenn s wirklich wichtig ist, wissen sie nichts mehr.
Dann werden die Experten ins Spiel gebracht .
Die sind dann nicht mehr zuständig.
Das ist wie im Call.center der Deutschen Telecom.

Kommentar von moses1972
15.09.2017 19:54 Uhr

Wenn es stimmt das die Regierung schon lange von Mängeln bei der Software für die Wahl wusste, dann finde ich es schon fahrlässig das man biher nichts unternommen hat.

Kommentar von Freddie32
15.09.2017 16:43 Uhr

Umso schlimmer das daran nichts geändert wurde,naja die etablierten Parteien hätte es höchst wahrscheinlich auch nicht getroffen aber wenn es diese markanten mengel gibt hätte man schon viele früher handeln müssen.