Bericht: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig falsch

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Bericht: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig falsch

09.09.2017 - 08:37 Uhr

Bericht: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig falsch Bericht: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig falsch Wirtschaft
über dts Nachrichtenagentur

Erwerbslose haben offenbar gute Chancen, sich erfolgreich gegen Sperrzeiten beim Bezug ihres Arbeitslosengeldes zu wehren, welche die Arbeitsagenturen wegen angeblichen Fehlverhaltens verhängen. Nahezu die Hälfte der beanstandeten Sperrzeiten erwies sich in den vergangenen zwei Jahren als unrechtmäßig oder fehlerhaft, schreibt die "Saarbrücker Zeitung" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Daten der Bundesregierung. Nach dem Sozialgesetzbuch können auch Bezieher von Arbeitslosengeld I vorübergehend ihren Leistungsanspruch verlieren, wenn sie gegen bestimmte Auflagen verstoßen.

Dazu gehören Meldeversäumnisse oder die Ablehnung einer Arbeitsstelle. Gegen die Verhängung einer Sperrzeit können Betroffene Widerspruch bei den Arbeitsagenturen einlegen. 2015 musste dort über rund 53.000 solcher Fälle entschieden werden. 2016 waren es schon 58.000. Ergebnis: Nahezu die Hälfte der eingelegten Widersprüche war komplett oder teilweise erfolgreich. Die Quote lag 2015 bei 43 Prozent und 2016 bei 44 Prozent. Bei den zurückgewiesenen Widersprüchen, die vor den Sozialgerichten landen, sind die Erfolgsaussichten für die Betroffenen ähnlich gut: 41 Prozent der Sperrzeiten, über die 2016 gerichtlich entschieden wurde, erwiesen sich als nicht haltbar. 2015 verhängten die Arbeitsagenturen insgesamt knapp 719.000 Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld. Ein Jahr später waren es fast 770.000. "Offenbar werden die Arbeitsagenturen restriktiver", kritisierte Linken-Chefin Katja Kipping, die die Daten abgefragt hatte. Damit würden "Menschen drangsaliert, die unverschuldet ihre Arbeit verloren haben", so die Linken-Politikerin.

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Kommentare zu "Bericht: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig falsch"

Insgesamt 5 Kommentare vorhanden


Kommentar von skazchan
10.09.2017 19:20 Uhr

Ich kann es gar nicht leiden wenn Beamte so mit Menschen umgehen. Diese Menschen befinden sich in Not und werden diskriminiert. Ich finde diese Beamten sollten sogar zur Rechenschaft für ihre Fehler gezogen werden

Kommentar von Holly003120
10.09.2017 11:38 Uhr

Willkür und vorallem Rache sind die Motive der betoffenen Mitarbeiter.
Sie ertragen keine Widerworte und hacken gern auf Obdachlose rum.
Die sollen nämlich im 3 Schichtsystem arbeiten zu Hungerlöhnen.Wo sie
schlafen, interessiert die Mitabeiter gar nicht.
Sie sperren ganz rasch die Leistungen und treiben Obdachlose in Bettelei bzw. Sucht und Krimialität.
Frech und arrogant sage sie dann Auf Wieder....sehen.
Wir sehen uns irgen....wann .........wieder,
Ha ha ha ha ha........ha ha.
So gehts da ab.

Kommentar von Freddie32
09.09.2017 12:51 Uhr

Das Arbeitsamt macht oftmals ihre eigenen gesetze,bei wirklich fragwürdigen Fällen macht das amt nichts bei anderen sind sie jedoch falschliegend streng und das kann nicht sein.

Kommentar von moonraker2005
09.09.2017 10:20 Uhr

Wenn die Arbeitsagenturen bei sperrzeiten so oft falschliegen heisst das für mich das enwerder die Vorgaben schwer umsetzbar sind oder ist das gut genug gearbeitet wird.

Kommentar von Eckhard
09.09.2017 09:01 Uhr

Es ist traurig, dass ein Amt, dass für das Wohl und die Sicherung der Bevölkerung da sein soll so viele Fehlentscheidungen trifft Hier sollte mal dringendst nachgebessert werden.