Behandlungen gegen Homosexualität: Spahn verschärft Verbotspläne

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Behandlungen gegen Homosexualität: Spahn verschärft Verbotspläne

18.12.2019 - 05:00 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne für ein Verbot sogenannter Konversionstherapien gegen Homosexualität verschärft. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden soll und über den die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben) berichten. "Wir haben das Verbot noch schärfer gefasst", sagte Spahn.

Vorher habe es Ausnahmen für Heranwachsende gegeben. "Das wurde gestrichen, denn gerade in dieser Altersphase finden die meisten Therapieversuche statt. Daher wird auch bei 16- bis 18-Jährigen die Konversionstherapie künftig verboten", so der Gesundheitsminister weiter. Diese angebliche Therapie sei "viel zu gefährlich für Leib und Seele, als dass man Graubereiche zulassen dürfte". Das Verbot der Konversionstherapie solle im Strafrecht verankert werden. "Verstöße werden wie bei anderen Strafrechts-Delikten auch je nach Schwere der Tat von Ordnungsämtern oder von Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgt", sagte Spahn. "Selbst Werbung, das Anbieten und das Vermitteln von Konversionstherapie soll übrigens verboten sein. Darauf steht dann ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro", so der CDU-Politiker weiter. Er setze auf den Abschreckungseffekt: "Momentan werden Schätzungen zufolge in Deutschland jedes Jahr bis zu 2.000 Konversionstherapien durchgeführt. Das sind 2.000 zu viel", so der Gesundheitsminister. Mit Konversionstherapien sind psychotherapeutische Methoden gemeint, die das Ziel haben, Homosexualität zu "heilen". Spahn sagte, mit dem Gesetzentwurf werde ein gesellschaftliches Zeichen an alle gesetzt, die mit ihrer sexuellen Orientierung haderten. "Homosexualität ist keine Krankheit", so der CDU-Politiker weiter. "Außerdem ist diese sogenannte Konversionstherapie eine Gefahr für die Betroffenen. Dadurch entsteht oft schweres körperliches und seelisches Leid", sagte Spahn den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Jeder Arzt, der diese Therapie anbiete, müsse sich den Vorwurf der Körperverletzung gefallen lassen.

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