Bauhaus-Professor kritisiert Konzertabsage in Dessau

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Bauhaus-Professor kritisiert Konzertabsage in Dessau

22.10.2018 - 14:57 Uhr

Bauhaus-Professor kritisiert Konzertabsage in Dessau Bauhaus-Professor kritisiert Konzertabsage in Dessau Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der Bauhaus-Professor Max Welch Guerra will die Punkband Feine Sahne Fischfilet nach Weimar einladen. "Ich würde die Band gerne nach Weimar holen. So geht es auch den anderen Studenten und Professoren in Weimar", sagte der Professor für Urbanistik von der Bauhaus Universität Weimar dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben).

Welch Guerra kritisierte die Entscheidung der Bauhaus-Stiftung Dessau, ein für den 6. November geplantes Konzert der Band abzusagen. "Ihre Erklärung, man wolle kein Austragungsort politischer Agitation und Aggression werden, ist geschichtsvergessen", so Welch Guerra. Als in Weimar 1924 rechte Parteien die Regierung übernahmen, hätte das Bauhaus ein Jahr später nach Dessau weiterziehen müssen. Auch von dort seien sie durch Rechtsnationale verfolgt und nach Berlin vertrieben worden. Unter dem Druck der Nationalsozialisten habe sich das Bauhaus schließlich auflösen müssen. "Deswegen bin ich so unglücklich darüber, dass eine Bauhaus-Institution sofort dem rechten Druck nachgibt." Ohne die Einflussnahme der AfD wäre es in der vergangenen Woche in Dessau nicht zu der skandalösen Absage gekommen, so Welch Guerra weiter. Rund um die Absage des Konzertes ist eine Debatte über Kunstfreiheit entbrannt. "Das war ein schlechter Auftakt für das Bauhausjahr. Wir haben das hundertste Jubiläum jahrelang vorbereitet, und nun sind wir mit der Absage des Konzerts in aller Munde", sagte der Professor. Am Montag ist das offizielle Bauhaus-Semester der Uni in Weimar anlässlich des hundertjährigen Gründung des Bauhaus gestartet. Welch Guerra findet, dass sich die Erben des Bauhaus heute nicht aus politischen Debatten heraushalten können: "Wir, die wir den Namen Bauhaus tragen, müssen uns nun fragen, wie wir mit zunehmenden rechten Tendenzen in der Gesellschaft umgehen." Welch Guerra hat mit vier Kollegen der Bauhaus-Universität einen offenen Brief an die Stiftungsdirektorin in Dessau, Claudia Perren, geschrieben. Darin kritisieren sie, dass sich die Bauhaus Stiftung Dessau "politischem Druck von rechts beugt".

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Kommentare zu "Bauhaus-Professor kritisiert Konzertabsage in Dessau"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von GoldSaver
22.10.2018 21:30 Uhr

Mal abgesehen, das ich gar nichts von dieser Band halte: Wenn ein Auftritt abgesagt wird hat dies Gründe, die Menschen, die sich darüber aufregen sind meist auch die ersten die schreien, wenn dann etwas passirt wäre, hätte man nicht abgesagt.

Kommentar von MrTest
22.10.2018 15:35 Uhr

Diese Band zeichnet sich durch radikale und extremistische Texte aus und wird zudem vom Verfassungsschutz überwacht, es sagt einiges über den Professor aus, wenn er einer solchen Band eine Bühne bieten will.