Barley wirft Merkel Kehrtwende bei der Lohngerechtigkeit vor

Politik Arbeitsmarkt Gesellschaft Unternehmen


Barley wirft Merkel Kehrtwende bei der Lohngerechtigkeit vor

21.09.2017 - 13:06 Uhr

Barley wirft Merkel Kehrtwende bei der Lohngerechtigkeit vor Barley wirft Merkel Kehrtwende bei der Lohngerechtigkeit vor Politik
über dts Nachrichtenagentur

Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, kurz vor der Wahl eine Kehrtwende bei der Lohngerechtigkeit zu machen: "Erbittert hat sie die Herstellung von Lohngerechtigkeit bekämpft, sowohl beim Auskunftsrecht als auch bei dem Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). "Und jetzt verspricht sie genau das, was sie persönlich verhindert hat." Merkel hatte zuvor im "Bayrischen Rundfunk" angekündigt, das Gesetz für mehr Lohntransparenz gegebenenfalls zu verschärfen.

Seit Juli können Frauen von ihren Arbeitgebern Auskunft verlangen, wie viel ihre männlichen Kollegen verdienen, die eine gleichwertige Tätigkeit ausüben. Aktuell gilt die Regelung auf Wunsch der Union nur für Firmen mit mindestens 200 Mitarbeitern. Merkel sagte nun, man werde jetzt sehen, wie die Erfahrungen seien. "Gegebenenfalls müssen wir dann noch weitergehen und vielleicht auch für kleinere Betriebe das noch einführen." Nach Barleys Auffassung macht sich die CDU-Vorsitzende mit diesem Vorstoß lächerlich: "Das ist wirklich ein schlechter Witz", sagte die Ministerin den Funke-Zeitungen.

Facebook Twitter Google+ Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren

Jetzt kostenlos registrieren !

Verpassen Sie keine aktuellen Neuigkeiten mehr und registrieren Sie sich kostenlos zu unseren Diensten.


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Barley wirft Merkel Kehrtwende bei der Lohngerechtigkeit vor"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von CgoL81
21.09.2017 21:58 Uhr

Jetzt wirft sich die dritte Garnitur noch nach vorne, weil der Oberchef sich nicht die Blöße geben will.

Es zeigt sich doch, dass nur Intelligente ihre Meinung ändern können. Andere wären ja viel zu engstirnig ihre Meinung zu überdenken.

Kommentar von skazchan
21.09.2017 19:25 Uhr

Nun allein die Auskunft darüber wieviel der Männliche Mitarbeiter in gleicher Tätigkeit verdient setzt noch keine Lohngerechtigkeit voraus. Erst wenn man dann dagegen auch vorgehen kann, sollte man nicht gleiches verdienen, wäre für Gleichheit gesorgt

Kommentar von moonraker2005
21.09.2017 16:59 Uhr

Eine Kehrtwende in der Lohnpolitik würde ich das nicht bezeichnen, sondern eher ein aufweichen der Mindestlohnregeln. Es wird Zeit das Merkel in Rente geht.

Kommentar von Freddie32
21.09.2017 16:47 Uhr

Lohngerechtigkeit ist ein wcihtiges Thema und sollte es auch nach der wahl sein.
ich persönliche finde das Frau angela merkel schon sehr oft Kehrtwenden betrieben hat so das es mir schwer fällt ihren Äußerungen vertrauen zu schenken.