Babybrei-Erpresser forderte 11,75 Millionen Euro in 35.000 Scheinen

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Babybrei-Erpresser forderte 11,75 Millionen Euro in 35.000 Scheinen

06.10.2017 - 06:51 Uhr

Babybrei-Erpresser forderte 11,75 Millionen Euro in 35.000 Scheinen Babybrei-Erpresser forderte 11,75 Millionen Euro in 35.000 Scheinen Wirtschaft
über dts Nachrichtenagentur

Der Babybrei-Erpresser aus Ofterdingen (Baden-Württemberg) hat mehr Geld gefordert als bislang bekannt und einen konkreten Ablaufplan für die Übergabe diktiert. Wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Ermittlungsakten berichtet, verlangte der 53-jährige Jochen S. von den zehn größten deutschen Lebensmitteleinzelhändlern insgesamt 11,75 Millionen Euro, gestückelt in 35.000 Scheinen. Das Geld sollte bis zum 30. September, 22 Uhr, in Sigmaringen übergeben werden - in einem Auto, das die Polizei extra für diesen Zweck beschaffen sollte.

Laut Focus hielten sich die Ermittler an die Vorgaben. Sie kauften den Pkw und kontaktierten die Sparkasse Sigmaringen, um den Millionenbetrag bereithalten zu können. Zudem schalteten sie, wie vom Täter angewiesen, am 24. September eine Anzeige im Reiseteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit dem Hinweis "ALLES KLAR", bestätigte die Polizei die Eckdaten der geplanten Geldübergabe. Eine weitere Möglichkeit, mit dem Erpresser Kontakt aufzunehmen, ergab sich für die Ermittler nicht. Dem Focus zufolge hatte die Polizei vor Veröffentlichung der Überwachungs-Fotos einen anderen Mann aus der Region im Visier. Der 46-Jährige galt als Beschuldigter und wurde observiert, der Verdacht erhärtete sich jedoch nicht. Erpresser Jochen S., der fünf Gläser Babybrei mit Ethylenglykol vergiftet und in Supermarktregale gestellt hatte, wurde am 29. September nach Hinweisen aus der Bevölkerung festgenommen. Über seinen Anwalt hat er die Tat gestanden.

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Kommentare zu "Babybrei-Erpresser forderte 11,75 Millionen Euro in 35.000 Scheinen"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von moses1972
06.10.2017 21:48 Uhr

Gut das der Erpresser gefasst wurde und hinter Schloß un Riegel sitz. Wer mit dem leben unschuldiger Menschen spielt der muss vom Gesetz hart beschraft werden.

Kommentar von Freddie32
06.10.2017 07:15 Uhr

das ist wirklich unglaublich dreist und zeigt viele große Lücken wie gefährlich und recht einfach so etwas doch gehen kann.
Dieses Beispiel zeigt auf das auch da bessere Kontrollen zukünftig statt finden müssen um nachahmer davon ab zu halten.
Zum Glück wurde er rechtzeitig geschnappt.