AfD-Politiker Jongen will Kulturpolitik "entideologisieren"

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AfD-Politiker Jongen will Kulturpolitik "entideologisieren"

20.01.2018 - 10:33 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der AfD-Politiker Marc Jongen, Philosoph an einer Karlsruher Hochschule und Kandidat für den Vorsitz des Kulturausschusses des Bundestages, hat einschneidende Änderungen der Kulturpolitik angekündigt: "Unser Ziel ist es, die Förderkriterien grundlegend zu untersuchen und die bisherige Förderung politisch korrekter Projekte herunterzufahren", sagte Jongen dem "Spiegel". Viele Vorhaben würden nur "für ihr Bekenntnis zu Diversity oder Multikulturalismus unterstützt", so Jongen, und "oft genug in Propaganda ausschlagen". Der AfD gehe es "um eine Entideologisierung der Kulturpolitik, hin zur Förderung von echter Qualität und Talent".

Die vermisst Jongen, Schüler des Philosophen Peter Sloterdijk, bei vielen Kulturschaffenden. "Leute, die lange selbstverständlich auf dem öffentlichen Förderticket gefahren sind, werden es künftig nicht mehr so leicht tun können", warnte er. "Wir wollen die Stimmung im Land insgesamt drehen." In der Kulturszene regt sich schon Widerstand gegen einen Ausschuss unter AfD-Führung. Die Kritik gelte aber nicht ihm selbst, so Jongen, sondern der AfD, "deren Aura auf mich projiziert wird". Kritikern wirft er "Verdachtshermeneutik" vor: Sie nähmen seine Worte nur als radikal wahr, "weil sie von einem AfD-Mitglied kommen".

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Kommentare zu "AfD-Politiker Jongen will Kulturpolitik "entideologisieren""

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von Kneipenchef
20.01.2018 19:23 Uhr

Da wird wohl leider nichts draus. Der Kandidat wird von den anderen Parteien sowieso wieder abgeschmettert. Nicht weil er eventuell unfähig wäre, sondern weil er von der AfD ist.

Kommentar von MrTest
20.01.2018 12:11 Uhr

Kann man nur begrüßen wenn da mal ein frischer Wind reinkommt, solche Förderungen sollen der kulturellen Entwicklung dienen und sind nicht dazu da Stimmung gegen andere Gruppen zu machen oder es sich bequem einzurichten.
Das Kritik gegen den Mann aufkommt ist logisch, manche haben es sich gemütlich eingerichtet mit den Förderungen. Aber es muss eben genau hingeschaut werden wie und was gefördert wird, schließlich sind das unsere Steuergelder die hier verwendet werden.